Die FIFA-WM 2006 (TM) naht, aber Karten sind für Normalsterbliche nicht zu haben und wer will schon bei Sommerwetter vor dem Fernseher sitzen? Sparen sich die Mühe. Hier ist schon heute die Rückschau auf die Weltmeisterschaft 2006 (TM): Die Vorrunde Das Eröffnungsspiel der Fifa-WM 2006 (TM) wurde zu einem gloriosen Siegeszug der deutschen Nationalmannschaft.
Costa Rica konnte zunächst mit zwei Toren in Führung gehen und in der Halbzeitpause forderte Kaiser Franz schon:
„Bringt mir den Kopf von Jürgen Klinsmann!“ Präsident Meyer-Vorfelder lallte irgendetwas von
„sofort rausschmeißen“ und
„Klinsmann bleibt bis 2010“ in die Kameras.
Doch in der zweiten Halbzeit sahen die Schiedsrichter gleich zwei Fouls an deutschen Spielern, oder meinten diese zu sehen. So gab es für die Mannen des DFB gleich einen Elfmeter und einen Strafstoß, die Schweinsteiger zwei mal sicher verwandelte. Die deutsche
„Glanzleistung“ (wie die „BILD“ das Spiel nannte) krönte Per Mertesacker in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit einem Kopfballtor zum 3:2.
Das zweite Spiel gegen Polen wurde zu einer Abwehrschlacht, die noch radikaler war als sich manche das bis dahin vorstellen konnten. Polen ging zwar gänzlich glanzlos mit 0:4 unter, benutzte aber die Spielzeit um die
„Vaterlandsverräter“ Podolski und Klose kaputt zu treten.
Aus Protest unterschrieb Frau Bundeskanzler noch am selben Abend eine Stiftungsurkunde für ein „Zentrum gegen Vertreibung“. Der Bund der Heimatvertriebenen trat noch am selben Abend geschlossen dem DFB bei.
Zu dem Sieg der deutschen Elf trug auch bei, dass mehrere Spieler der Polen längere Zeit das Feld verließen um vermeintlich homosexuelle Personen auf den Zuschauerrängen mit ihren Stollenschuhen krankenhausreif zu treten.
Ecuador hatte den ersatzgeschwächten Deutschen im dritten Spiel der Vorrunde einiges voraus. Unter anderem konnten die Südamerikaner eine vollständige Mannschaft aufstellen. Das Unentschieden wurde von Günter Netzer als
„durchaus angemessen“ bewertet.
Kopfball Das Achtelfinale Eine Investition von gerade einmal fünfhundert Euro und ein Anruf beim
„Getränkemarkt Panzer“ in München durch den damaligen deutschen Bundestrainer Jürgen Klinsmann sicherten im Achtelfinale seiner Mannschaft den Sieg gegen die haushoch favorisierten Engländer.
Am Tag des Eröffnungsspiels hatte Klinsmann den
„Inselaffen“ vorgehalten, bei der
„Schande von Wembley“ die Deutschen betrogen zu haben. Am Vortag des Achtelfinales entschuldigte er sich dann taktisch klug mit einigen Fässern deutschen Biers.
Die unglaublich verkaterte Truppe ihrer Majestät um den immer noch nicht fahrtüchtigen Beckham und den bedenklich schwankenden Rooney baten während des Spiels die Fans mehrmals vergeblich nicht so laut zu singen. Deutschland siegt 2:1.
Meyer-Vorfelder drohte Klinsmann im Anschluss an das Spiel mit Rausschmiss, weil er nicht verstehen könne, warum die Engländer etwas zu trinken bekommen hätten, er aber habe dursten müsse.
Klinsmanns Teamgeist Das Viertelfinale Trotz knochentrockenen Wetters fand am 04. Juli 2006 in Dortmund eine Art Regenspiel statt. Der schwere und von niederländischer Spucke durchweichte Boden machte den Spielern zu schaffen.
Die langsameren Deutschen hatten durch die
„komplexen Bodenverhältnisse“, wie Günter Netzer das in der Halbzeitpause nannte, einen entscheidenden Vorteil.
Zu dem 10:0 für Deutschland hatte auch beigetragen, daß mehrere Spieler der Niederlande durch das andauernde Spucken so dehydriert waren, daß schon in der sechzigsten Minute von Laufarbeit auf ihrer Seite nicht mehr die Rede sein kann.
Gerhard Meyer-Hinterfelder lallte auf der Pressekonferenz, er habe Klinsmann vor drei Jahren rausgeschmissen, dieser müsse aber bis zum Jahre 6016 noch Bundeskaiser bleiben und er selbst werde Kanzler aller Deutschen.
Theo Zwanziger forderte anschließend ein Verbot von Alkoholikern und Alkohol in den Stadien.
Erhard Feier-VormelderDas Halbfinale Das Spiel gegen die Italien bot ein ungewohntes Bild. Die deutschen Spieler wirkten, verglichen mit ihren Gegnern, wieselflink. Hauptsächlich lag das daran, dass die italienischen Spieler durch schwere schwarze Aktenkoffer mit kleinen und nicht durchgängig numerierten Geldscheinen behindert wurden.
Der Buchhalter des DFB buchte am folgenden Tag unter „Werbungskosten“ einen siebenstelligen Betrag ein.
Jens Lehmann geriet in die Kritik weil er während des Spiels mehrfach hinter sich griff, um aus sich aus reiner Langeweile am Hintern zu kratzen.
Nach dem 21:0 verwüstete ein Mob wütender Tifosi italienische Großstädte. Die halbe Halbinsel sah aus wie nach einem Atombombenangriff.
Nach dem Spiel meinten Journalisten aus den verzerrten Geräuschen die Prof. Dr. Dr. Dr. hc. Meyer-Hinterwäldler von sich gab entnehmen zu können, dass dieser nun selbst Bundestrainer werden wollte und sich selbst rausschmeiße.
Wenige Stunden später brachten Polizisten einen stark alkoholisierten Mann in die Ausnüchterungszelle. Dieser behauptete er sei Präsident des deutschen Weltfußballverbands.
Nach dem Tagebuch der Polizei wurde der Ruhestörer aufgegriffen als er, nur mit einer Pappkrone von Burgerking bekleidet, auf der Spitze der CDU-Zentrale in Berlin stand und andauernd brüllte:
„Ich bin der König der Welt! Ich bin der König der Welt!“Am nächsten Morgen wurde der Betrunkene von einem Herrn Theo Zwanziger abgeholt.
Das Finale Bild nannte den Auftritt der deutschen Nationalmannschaft gegen Brasilien eine
„gute Leistung unserer Jungs“. Immerhin, so argumentierte das Blatt, hätten die deutsche Mannschaft bei dem 0:45 auch einige Ballkontakte gehabt und Jens Lehmann sei mehrfach fast mit den Fingerspitzen an das Rund gekommen.
Dabei sah es für die Klinsmann-Elf vor dem Spiel eigentlich sehr gut aus. Brasilien war, nachdem die Nationalmannschaft am Vorabend versuchte einen Bummel durch Ostberlin zu machen, gezwungen gewesen 22 Spieler nach zu nominieren.
Die zufällig anwesenden brasilianischen Balljungen ersetzten die Spieler, die partout nicht auf die Warnung von Uwe-Karsten Heye hören wollten und bei Dunkelheit den Osten betraten.
Mit einem Altersdruchschnitt von 12 Jahren war die brasilianische Elf die jüngste Mannschaft die je Weltmeister wurde.
Nach dem Spiel warf Jürgen Klinsmann sich selbst raus. Gerhard Seyer-Oberfeldwebel erklärte keine Minute später erst sich selbst, dann Günther Netzer und, als dieser ablehnte, schließlich Lothar Matthäus zum Bundestrainer.
Der gelernte Raumausstatter Matthäus ersetzte umgehend die gesamte Nationalmannschaft durch das Team von Bayern-München.
Am folgenden Tag wurden in 23 deutschen Städten Fanclubs der holländischen Nationalmannschaft gegründet. Der Verkauft an orangenen Trikots stieg sprunghaft an.